Als Autofahren noch ein Abenteuer war
Der Ingenieur für Maschinen- und Motorenbau und Unternehmer August Horch gründete 1899 die August Horch u. Cie. und 1910 in Zwickau die Audi Automobil-Werke AG, die beide 1932 in der Auto Union GmbH aufgingen. Horch war Pionier, denn er übernahm beim Bau seines ersten Motorwagens 1901 den Kardanantrieb für die Kraftübertragung sowie die Reibungskupplung in den Automobilbau. 1903 baute er den ersten deutschen Vierzylinder-, 1907 den Sechszylindermotor. 1923 führte er die Linkssteuerung für Kraftwagen ein.
Richtige Automobilgeschichte schrieb der ehemalige Mitarbeiter von Carl Benz mit den Horch-Modellen der Dreißiger Jahre und ihrer charakteristischen Linienführung. Horchs Ideen und Entwicklungen galten schon damals vor allem der Gebrauchsfreundlichkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit der Fortbewegungsmittel. Viele Ideen und Neuentwicklungen wie z.B. der Königswellenantrieb entstanden während zahlreicher Versuche und strapaziösen Testfahrten. Denken Sie nur an den legendären Horch 855 Spezial-Roadster, der deutsche Traumwagen der späten Dreißiger Jahre – oder „Manuela“. Mit diesem wunderschönen Stromlinien-Coupé verwirklichte Rennfahrerlegende Bernd Rosemeyer seinen Jugendtraum.